Vorher lesen. Beim ersten Start schreibt die Firmware einen Geräteschlüssel fest in den Chip des Boards (eFuse). Das lässt sich nicht rückgängig machen. Seriennummer und Anmeldung beim Server gehören danach dauerhaft zu diesem Board.
Warum das Ganze? Mit diesem Schlüssel weist sich das Display bei jeder Anfrage beim Server aus. Er lässt sich nicht auslesen und nicht auf ein anderes Board übertragen. So erkennt der Server jedes Display eindeutig und lässt nur echte Geräte zu. Niemand kann sich mit einer erfundenen oder abgeschriebenen Seriennummer als dein Display ausgeben und zum Beispiel ändern, was deine Tafel anzeigt.
Das passiert nur ein einziges Mal. Spielst du die Firmware später noch einmal auf, auch nach dem Löschen des Speichers, nutzt sie diesen Schlüssel wieder und die Seriennummer bleibt dieselbe. Andere Software kannst du trotzdem jederzeit aufspielen, der Chip wird dadurch nicht gesperrt.
Im Browser mit Flash!
Am einfachsten geht es mit Flash!, dem Werkzeug hier auf der Seite. Es holt die Firmware nach der Anmeldung selbst vom Server, prüft die Datei und spielt sie auf. Du brauchst dafür Chrome, Edge oder einen anderen Browser auf Basis von Chromium am Computer. Firefox, Safari und Browser auf dem Handy können nicht auf USB-Geräte zugreifen.
Verbinde das Board mit dem USB-C-Kabel mit dem Computer. Der Schalter an der Seite des Boards steht auf ON. Öffne dann Flash! und folge den Schritten auf dem Bildschirm. Der Browser fragt dabei, welches Gerät er verbinden soll. Das Board heißt dort meistens USB JTAG/serial debug unit. Ist schon eine Firmware drauf, bleiben WLAN und Einstellungen erhalten. Wählst du Speicher vorher ganz löschen, ist alles weg und du richtest das Display neu ein.
Ist alles geschrieben, startet das Board neu. Damit das Bild sauber startet, halte danach beide Knöpfe zehn Sekunden gedrückt und drücke dann kurz RST, oder zieh das Kabel kurz ab. Das Display zeigt nach wenigen Sekunden einen QR-Code. Weiter geht es im Kapitel Mit dem Handy einrichten.
Firmware herunterladen
Für die anderen Wege brauchst du die Datei selbst. Es gibt sie auf der Startseite im Bereich Download. Melde dich dort mit deinem EINA-Konto an. Hast du noch keins, legst du es mit Konto anlegen an.
Vor dem ersten Download öffnen sich die Nutzungsbedingungen. Lies sie bis zum Ende, schalte Ich habe die Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere sie ein und klicke auf Akzeptieren und weiter. Die Zustimmung wird bei deinem Konto gespeichert, beim nächsten Download fragt die Seite nicht noch einmal.
Die Datei heißt zum Beispiel zug-info-monitor-1.1.22.bin. Sie enthält alles, was auf das Board gehört, und wird als Ganzes ab Adresse 0x0 geschrieben. Neben jeder Datei steht ihre Prüfsumme (SHA-256). Damit kannst du prüfen, ob der Download vollständig ist. Spielst du die Datei auf diesen Wegen auf, überschreibt sie auch WLAN und Einstellungen. Die Seriennummer bleibt, das Display richtest du danach neu ein.
Mit dem Werkzeug von Espressif
Espressif, der Hersteller des Chips, hat ein eigenes Werkzeug für den Browser. Öffne espressif.github.io/esptool-js und klicke unter Program auf Connect. Wähle das Board aus und bestätige mit Verbinden.
In der Tabelle darunter steht eine Zeile mit Flash Address und File. Trage als Adresse 0x0 ein und wähle bei File die heruntergeladene Datei. Dann klickst du auf Program. Das Schreiben dauert etwa eine Minute, ein Balken zeigt den Fortschritt. Ist es fertig, drücke am Board einmal kurz den Knopf RST.
Mit esptool auf der Kommandozeile
Wenn du lieber im Terminal arbeitest: esptool gibt es für Windows, macOS und Linux. Mit Python installierst du es so:
pip install esptoolDann schreibst du die Datei auf das Board. Den Anschluss trägst du direkt im Befehl ein, unter Windows zum Beispiel COM5, unter Linux /dev/ttyACM0, unter macOS etwas wie /dev/cu.usbmodem101. Unter Windows zeigt der Geräte-Manager bei Anschlüsse (COM & LPT), welcher es ist.
esptool --chip esp32s3 --port write-flash 0x0 Die hellen Felder kannst du direkt im Befehl ändern. Ein Klick auf den Befehl kopiert ihn.
Ältere Versionen von esptool heißen esptool.py und schreiben den Befehl mit Unterstrich: write_flash.
Am Ende einmal RST drücken, dann startet die Firmware.
Wenn das Board nicht erkannt wird
Zeigt der Browser kein Gerät an oder bricht das Schreiben mit Failed to connect ab, bringst du das Board von Hand in den Modus zum Aufspielen. Halte dazu BOOT gedrückt, drücke kurz RST und lass BOOT wieder los. Danach noch einmal verbinden und aufspielen. Ist es fertig, einmal RST drücken.
Hilft das nicht, liegt es oft am Kabel. Viele USB-C-Kabel laden nur und übertragen keine Daten. Probiere ein anderes Kabel und einen anderen USB-Anschluss direkt am Computer, ohne Hub dazwischen. Einen eigenen Treiber braucht das Board unter Windows 10 und 11 nicht.
Was beim ersten Start passiert
Bei jedem Start zeigt das Display zuerst ein paar Sekunden lang weiße und grüne Textzeilen auf Schwarz. Dort steht unter anderem die Seriennummer, sie hat die Form ZIM-XXXX-XXXX, und die PIN für die Einrichtung per Bluetooth. Grünes [ OK ] heißt, ein Schritt hat geklappt, rotes [FAILED], dass etwas nicht ging. Beim allerersten Start legt die Firmware dabei auch den Geräteschlüssel an.
Weil noch kein WLAN eingetragen ist, erscheint danach die Begrüßung mit einem QR-Code. Das Display wartet jetzt auf dein Handy.